Verkehrsrecht – Unfallflucht

Verkehrsrecht – Unfallflucht

Eine Unfallflucht besteht dann, wenn ein Fahrzeug beschädigt wurde, oder ein offensichtlicher Unfall stattgefunden hat und der Schadensverursacher den Tatort bzw. Unfallort vorsätzlich verlässt, ohne für eine nachwirkende Klärung zu sorgen. Eine Unfallflucht ist eine Straftat, die mit einer hohen Geldstrafe, Führerscheinentzug und im schlimmsten Fall mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren geahndet wird.
Trifft der Schadensverursacher allerdings Maßnahmen, welche zur Klärung des Unfallhergangs bzw. Zur Regulierung des Schadens beitragen, kann nicht mehr von einer vorsätzlichen Fahrerflucht gesprochen werden. Solche Maßnahmen können gut erkennbare und leserliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer und Autokennzeichen des Verursachers sein, sowie eine Meldung bei dessen Versicherung, im besten Fall mit bebildertem Unfallhergang.
Eine Unfallflucht ist in diesem Fall zwar weiterhin gegeben, allerdings wurde die Aufklärungspflicht des Unfallverursachers wahr genommen.

Was kann der Anwalt tun?

In erster Linie gilt zu klären, ob der Fahrzeughalter beim Verdacht der Unfallflucht überhaupt der vermeintliche Unfallverursacher sein kann. Nicht selten tappen Autofahrer in die Falle einer Betrugsmasche, wenn plötzlich die Polizei an der Tür klingelt. Der Beweis dafür zu erbringen ist leider nicht immer einfach. Sollte ein Betrugsverdacht vorliegen, empfiehlt es sich immer Einspruch gegen den möglichen Strafbefehl einzulegen. Dies sollte im besten Fall über einen erfahrenen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht geschehen. Dieser hat die Möglichkeit, das Ermittlungsverfahren zur Einstellung zu bringen, zur Not über die Zahlung einer Geldauflage. Wichtig ist, sich nicht ohne anwaltlichen Rat zu den Vorwürfen zu äußern und von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch zu machen, um sich nicht selbst zu belasten.
Der Strafverteidiger wird den von der Gegenseite beschriebenen Unfallhergang und die Schadenshöhe hinterfragen, gegebenenfalls ein Sachverständigengutachten einfordern, um Altschäden auszuschließen.
Gemeinsam mit dem Mandanten erstellt der Rechtsanwalt eine Verteidigungsstrategie, nachdem er bei Gericht Akteneinsicht erworben hat.

Verkehrsrecht in Berlin

Es ist nicht immer leicht, sich im Verkehr der Bundeshauptstadt zurecht zu finden. Das gilt für die Einwohner von Berlin wie für Touristen gleichermaßen. Schnell kann es gefährlichen Szenen kommen, wenn man auf der Suche nach dem Ziel urplötzlich eine Ampel bei rot überfährt. Wer erwischt wird bei dem Rotlichtverstoß, der muss in Berlin mit einem Bußgeld rechnen. Aber wenn der Rotlichtverstoß nicht so eindeutig ist und das damit einhergehende Bußgeld in den Augen des Verkehrsteilnehmers entsprechend ungerecht festgesetzt wurde, kann es sich lohnen, mit einem Rechtsanwalt gegen die Bußgeldzahlung vorzugehen.
Ganz generell kümmert sich ein Anwalt für Verkehrsrecht aber nicht nur um Verstöße wie den genannten. Ein Rechtsanwalt, bei dem es sich zudem noch um einen Anwalt für Verkehrsrecht handelt, vertritt Mandanten in allen Bereichen des Straßenverkehrs. Er arbeitet für seine Mandantschaft, wenn es gegen einen Bußgeldbescheid geht und es infolge dessen gegen eine Straßenverkehsbehörde geht. Das Arbeitsfeld eines Rechtsanwalts für Verkehrsrecht umfasst aber auch alle Tätigkeiten, die es im Zusammenhang beispielsweise mit einem Verkehrsunfall zu erledigen gilt. Dabei vertritt er sowohl den Verursacher eines Unfalls wie auch einen Geschädigten und sorgt in dem Zusammenhang dafür, dass für diesen das Beste aus der Situation herausspringt. Dabei muss am Ende nicht zwingend auch eine Verhandlung vor dem Gericht herauskommen. Nicht selten einigen sich die Unfallparteien auch außergerichtlich, etwa wenn es darum geht, dass der Unfallverursacher dem Geschädigten eine entsprechen Schmerzensgeldzahlung zahlt.

Für mehr Information zu Unfallflucht kontaktieren Sie den Berliner Fachanwalt für Verkehrsrecht Dr. Breuer